2026-01-28 herz und hirn Gegen die Zerstoerung Etwas halten ... Mein Leben ist ein konstanter Kampf gegen die Zerstoerung. Ich bin andauernd der Gefahr ausgesetzt, dass mir etwas entrissen wird. Mein Eigentum ist nicht sicher. Es wird einfach genommen, zerstoert, weggegeben, entfernt. Ich werde nicht gefragt. Es ist egal, was ich denke. Meine gewohnte Umgebung wird mir entrissen. Natur wird zerstoert. Ich kann mir nichts sicher sein. Selbst Zeitkapseln, die ich mit Schaetzen fuer mein zukuenftiges Ich gefuellt habe, werden gepluendert. Sie werden nicht als mein Eigentum, nicht als ein Schatz behandelt. Zeug ``verschwindet'' einfach. Nicht zuletzt werden mir soziale Kontakte ``entrissen''. All das wird mir genommen. Es ist keine Einwilligung vorhanden. Ich wurde nicht gehoert. Andere entscheiden ueber mich ... wie wenn ich ein Hund waere und kein selbstbestimmter Mensch. -- Mit welchem Recht?! Kein Wunder besteht mein Leben aus einem grossen Versuch, zu bewahren, denn mir ist nichts sicher. Es ist ein grosser Versuch, Autonomie zu erlangen, denn sie wird mir nicht zugestanden. Man entscheidet fuer mich und ueber mich ... womoeglich gar ``zu meinem Besten'', was eine groesse Uebergriffigkeit darstellt ... all dies ist uebergriffig. All dies ist ein Kampf, eine Willkuer, eine Rechtlosigkeit, eine Zerstoerung, grundsaetzlich fehlender Consent. ... Kein In- teresse, mir meine Beduerfnisse und Wuensche und meine eigene Le- besgestaltung zuzugestehen ... ohne Rueckzug, ohne Mauern, ohne Kampf ... sondern wertschaetzend, zugewandt, ernstnehmend. Doch, A., die Welt ist scheisse. Wer das nicht sieht ist gewoehungsblind, so dass gar nicht gedacht werden kann, wie eine gute Welt aussehen wuerde. Das Gute ist eine Ausnahme, und zumeist ist ``das Gute'' auf der Welt nur halt nicht schlecht aber lange noch nicht richtig gut. Ich glaube, wir wissen gar nicht, wie eine wirklich gute Welt aussehen wuerde; wir sind so weit davon entfernt; wir haben sie noch nie erlebt, nicht einen einzigen Tag am Stueck! Wir koennen sie uns gar nicht vorstellen. Wahrscheinlich haben wir das nur noch nicht bemerkt. http://marmaro.de/apov/ markus schnalke